Diesen Artikel zur Kriegsertüchtigung kann ich nicht unkommentiert lassen. Den Standpunkt von Herrn Piel empfinde ich als respektlos gegenüber den Menschen, die sich für Frieden und Völkerverständigung eingesetzt haben und es noch immer tun. Woher weiß Herr Piel, dass es schick war gegen Bundeswehr und Aufrüstung zu sein? Kriegsdienstverweigerer wurden gezwungen sich einer "Gewissensprüfung" zu unterziehen. Man hatte glaubhaft zu erklären, warum man sich nicht zum Töten ausbilden lassen wollte. Ob dann die Erklärung anerkannt wurde, entschied ein Gericht. Was war daran schick? Auch werden in dem Artikel unhaltbare Behauptungen über Bedrohungen unterstellt. Woher stammen die Informationen? In wessen Sinne? Es liest sich wie Werbung eines PR-Sprechers der Bundesregierung. Herr Piel ist dankbar für die Menschen, die den Kopf hinhalten? Das sind sehr junge Menschen, die in den Tod geschickt werden, die eigentlich erst noch ihr Leben vor sich haben. Die Jugendoffiziere, die in die Schulen geschickt werden, sollen Jugendliche anwerben, "zum Kriegspielen". Hier ist diese zynische Formulierung angebracht. In Bayern besteht schon ein Gesetz, dass Jugendoffizieren das Werben an Schulen erlaubt werden muss ! Jugendliche unter 18 Jahren sind dem Grundgesetz nach, noch Kinder!! Es gäbe keine Kriege, wenn die Leute, die an den Kriegen verdienen, selber hingehen müssten.
Gisela Vormann (Bremen, 14.03.2025)