- Details
- Details
Unser Mitstreiter Rodolfo Bohnenberger hielt auf der Zwischenkundgebung des Ostermarsches in Bremen am 4.4.2026 ein kurze Rede für zivile Häfen und gegen den Missbrauch unserer Häfen als militärische Umschlagplätze der NATO wie auch gegen die Umwandlung des Energy-Ports am Blexer Bogen in Bremerhaven in einen Marinehafen. (Download der Rede hier)
- Details
Über 1000 Teilnehmer beim Bremer Ostermarsch 2026 traten ein für Verständigung und Kooperation. Sie protestierten gegen den Völkermord in Gaza und gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Israels und USA gegen den Iran. Der versuchte Zugriff des Staates auf die Jugend für Kriegsdienste gegen Russland mobilisierte diesmal deutlich mehr junge Menschen, die die Wehrpflicht ablehnen. Die Demonstranten forderten die Einhaltung des Friedensgebotes im Grundgesetz und den Stopp deutscher Waffenlieferungen in Kriegsgebiete. Aufstehen Bremen beteiligte sich mit einem eigenen Banner. Unser Mitstreiter Rodolfo Bohnenberger hielt auf der Zwischenkundgebung am Wall ein kurze Rede für zivile Häfen und gegen den Missbrauch unserer Häfen als militärische Umschlagplätze der NATO wie auch gegen die Umwandlung des Energy-Ports am Blexer Bogen in Bremerhaven in einen Marinehafen. (Download der Rede hier)
- Details
Die Debatte um die Bebauung des ehemaligen Rennbahn-Geländes zeigt, wie politische Interessen, mediale Inszenierung und soziale Realität in Bremen ineinandergreifen – und wie leicht dabei demokratische Entscheidungen ausgehebelt werden. 2019 hatten sich die Bremerinnen und Bremer in einem Volksentscheid mehrheitlich gegen eine Bebauung ausgesprochen. Diese Entscheidung wird nun ignoriert, der Volkswille nicht ernst genommen: SPD und Linke – allen voran Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt – tun so, als ginge es um sozialen Wohnungsbau. Tatsächlich aber sollen auf der Rennbahn Wohnungen entstehen, die sich nur solvente Mieter und Käufer leisten können. Bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit niedrigem Einkommen ist nicht vorgesehen, sondern allenfalls im Rahmen der gesetzlichen Sozialquote.
Parallel inszeniert der WESER-KURIER die öffentliche Wahrnehmung. Die beauftragte Umfrage des Instituts Infratest dimap fragt nach einer „teilweisen Bebauung“ – eine bewusst weich klingende Formulierung, die Zustimmung suggeriert („Ja, warum denn nicht?“). Sie verschweigt, dass der Volksentscheid von 2019 klar gegen eine Bebauung war, blendet die Frage nach sozialem Wohnungsbau aus und ignoriert die Bedeutung von Rahmenplan, Sportanlagen und Grünflächen. Die 65 Prozent Zustimmung spiegeln daher lediglich das allgemeine Bedürfnis nach Wohnraum wider – nicht die Akzeptanz einer hochpreisigen Bebauung auf einer der letzten großen Freiflächen im Bremer Osten.
Die Bürgerinitiative gegen die Bebauung weist seit Jahren auf die sozialen, ökologischen und städtebaulichen Werte des Geländes hin. Ihr Kernanliegen: die Umsetzung des bestehenden Rahmenplans, der Sportanlagen, Klimawald, Sinnesgarten und öffentliche Naherholung vorsieht. Öffentliche Flächen dürfen nicht zur Renditefläche für Investoren werden, sondern müssen langfristig sozial, ökologisch und kulturell gebunden bleiben. Die Initiative fordert zudem, dass demokratische Entscheidungen wie der Volksentscheid von 2019 respektiert werden. - Die Realität zeigt: Die aktuelle Politik verschleiert die Versäumnisse des Senats. Sozialer Wohnungsbau stagniert, Neubauprojekte entstehen vor allem im mittleren oder gehobenen Segment. Die Rennbahn wird zum Symbol einer Politik, die demokratische Legitimation und öffentliche Interessen zugunsten von Investoreninteressen und medialer Inszenierung ignoriert. - Wer in Bremen ernsthaft bezahlbaren Wohnraum schaffen will, muss andere Wege gehen: konsequenter sozialer Wohnungsbau, stärkere öffentliche Bauträgerschaft, Nutzung bereits versiegelter Flächen – und die Achtung demokratischer Beschlüsse. Alles andere ist Augenwischerei, getarnt als Lösung der Wohnungsnot, während tatsächlich Luxuswohnungen für wenige entstehen.
Ein Beitrag von Manfred Steglich
- Details
- Details
von Manfred Steglich (17.03.2026)
Bremen ist bei der Altersarmut traurige Spitze. Jede:r Vierte über 64 gilt als armutsgefährdet – Tendenz steigend.
Doch die Zahlen erzählen nur die halbe Wahrheit. Altersarmut hat in Bremen eine soziale Geographie:
👉Gröpelingen, Tenever, Huchting – hier ist sie Alltag.
👉Schwachhausen, Oberneuland – dort bleibt sie die Ausnahme.
Was im Alter sichtbar wird, ist längst vorher entstanden: Niedriglohn, Teilzeit, unterbrochene Erwerbsbiografien. Und ein Rentensystem, das genau das bestraft.
Warum Altersarmut in Bremen kein Randphänomen mehr ist, sondern Ausdruck einer strukturellen Entwicklung – und warum die offiziellen Zahlen das Problem sogar unterschätzen:
- Details
Am 12.3. hatte das Bremer Friedensforum sehr kurzfristig eine Kundgebung gegen den US-amerikanischen und israelischen Krieg gegen den Iran organisiert.
120 Personen waren dem Aufruf zum Marktplatz gefolgt. Die Forderung „Stop the war against Iran!“ war auf Schildern mit jeweils einem einzigen großen Buchstaben lesbar für PassantInnen und Trambahninsassen. Drei kurze Redebeiträge machten die Position des Bremer Friedensforums deutlich.
Weitere Beiträge …
- Hands off Iran – Aggression gegen den Iran stoppen! Demo in Hamburg am 13. März um 16h
- Schulstreik gegen Wehrpflicht am 05.03.2026 in Bremen mit ca. 800 Teilnehmern
- Angriff auf den Iran: Armaggedon im Orient (Michael Lüders)
- Für eine neue Ostpolitik? Frieden mit Russland! (Haus der Wissenschaft, 19.02.2026)










